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Camera to Cloud ist auf eine Internet-Verbindung angewiesen, um beide Geräte zu koppeln und Assets in dein Frame.io-Projekt hochzuladen. Das Internet in die Produktion einzubeziehen, mag neu für dich sein. Es lohnt sich aber, weil dir durch dieses zusätzliche Instrument neue Arbeitsabläufe zur Verfügung stehen.
Genau wie bei Mobiltelefonen kann es frustrierend sein, wenn das Netzwerk nicht wie erwartet funktioniert. Dies gilt vor allem dann, wenn wir es für die Arbeit benötigen. Manchmal ist es auch schwer nachzuvollziehen, was gerade geschieht und was die Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Funktionsweise ist.
Dieser Artikel soll helfen, alle deine Fragen zu den Themen Internet, Netzwerke und Cloud-Anbindung zu beantworten. Der Einfachheit halber haben wir diese Anleitung in verschiedene Abschnitte unterteilt:
Einführung in das Netzwerk: Dieser Abschnitt definiert allgemeine Begriffe und deckt die für Camera to Cloud benötigten Grundlagen ab.
Verstehen deiner Netzwerkanforderungen: Dieser Abschnitt beschreibt die Instrumente, mit denen du das mögliche Netzwerkverhalten erkennen sowie deine Netzwerk- und Bandbreitenanforderungen ermitteln kannst.
Fehlerbehebung: Dieser Abschnitt enthält Tipps zur Behebung gängiger Netzwerkprobleme und eine Netzwerk-Checkliste. Wenn du bereits über ein Netzwerk verfügst und Probleme auftreten, kannst du hier beginnen.
Dieser Artikel enthält viele nützliche Informationen zum Verbinden und Einrichten deines Netzwerks. Solltest du aber direkt zur Fehlerbehebung übergehen wollen, erfährst du unter Häufige Verbindungsprobleme mehr dazu.
Einführung in das Netzwerk
Es gibt in diesem Zusammenhang viele Begriffe, die austauschbar erscheinen, z. B. „Netzwerk“, „Internet“ und „Verbindung“. Deshalb kann es hilfreich sein, einige dieser Begriffe zu definieren. Legen wir also damit los.
Netzwerk: Ein allgemeiner Begriff für die Infrastruktur, die Geräte zur Kommunikation untereinander nutzen. WLAN, Internet und Mobilfunksysteme sind jeweils unterschiedliche Arten von Netzwerken. In dieser Anleitung bezieht sich der Begriff „Netzwerk“ im Allgemeinen auf dein lokales Netzwerk. Das lokale Netzwerk ist das Netzwerk, das die Geräte in deiner Nähe miteinander verbindet. Zu Hause ist dein lokales Netzwerk das WLAN, mit dem du dein Telefon oder deinen Computer verbindest. Gesteuert wird das Ganze von einem Gerät, dem Router. Es ist auch zu beachten, dass ein lokales Netzwerk an sich nicht unbedingt über eine Internet-Verbindung verfügt.
Internet: Wir alle wissen, was das Internet ist. Für die Zwecke dieser Anleitung soll es aber als die Verbindung zwischen deinem lokalen Netzwerk und entfernten Servern und Websites (wie Frame.io) definiert sein. Ein Gerät wie ein Modem verbindet das von deinem Internet-Dienstanbieter (Internet Service Provider, ISP) bereitgestellte Internet mit deinem lokalen Netzwerk.
Verbindung: Eine Verbindung ist die Verbindung zwischen einem Gerät und einem Netzwerk. Die Brücke zwischen deinem C2C-Gerät und WLAN oder zwischen deinem Modem und dem Internet sind jeweils Verbindungen.
Bandbreite: Die Bandbreite ist die Datenmenge, die über eine Netzwerkverbindung übertragen werden kann. Sie bezeichnet also die Geschwindigkeit der Verbindung. Diese wird in der Regel in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen.
Verbinden eines Cloud to Cloud-Geräts mit dem Internet
Was ist zu tun, damit dein C2C-Gerät auf Frame.io hochladen kann?
Als Erstes muss dein Gerät mit dem lokalen Netzwerk verbunden werden. Hierbei kann es sich um eine WLAN-Verbindung, eine Ethernet-Verbindung oder sogar eine USB-Verbindung (Tethering) zu einem Modem oder Hotspot handeln. Die verfügbaren Verbindungen hängen von den physischen Möglichkeiten deines C2C-Geräts ab. In den meisten Fällen wird das lokale Netzwerk von einem Router erstellt und verwaltet.
Zweitens muss das lokale Netzwerk in der Lage sein, auf das Internet und schließlich auf die Frame.io-Server zuzugreifen. Um dein lokales Netzwerk mit dem Internet zu verbinden, benötigst du ein Modem. Das Modem kann eine Verbindung zu einem herkömmlichen Internet-Dienstanbieter (z. B. zu Hause oder im Büro), zu einem Mobilfunkanbieter (z. B. über das Telefon oder einen Hotspot) oder sogar zu einem Satellitenanbieter herstellen. Es stellt dann die anbieterseitige Verbindung deinem Router und dem lokalen Netzwerk zur Verfügung.
Grundlegendes Netzwerkdiagramm
In den meisten gängigen Netzwerkkonfigurationen sind Router und Modem in der Regel zwei separate Geräte. In bestimmten Fällen, z. B. bei Verwendung eines mobilen Hotspots, kann dein Modem jedoch ein eigenes lokales Netzwerk aufbauen.
Unabhängig davon, ob es sich bei deinem Router und Modem um zwei unabhängige Geräte handelt oder ob sie in einem Gerät kombiniert sind, bedienen sie zwei verschiedene Verbindungen – und beide müssen funktionieren, um C2C nutzen zu können. Dein C2C-Gerät muss sich mit dem lokalen Netzwerk verbinden können. Das lokale Netzwerk muss wiederum über eine aktive Internet-Verbindung verfügen, damit Assets hochgeladen werden können.
Verstehen deiner Netzwerkanforderungen
Du muss nicht nur wissen, wie du dein C2C-Gerät mit dem Internet verbindest, sondern auch, wie viel Durchsatz bzw. Geschwindigkeit für einen effektiven Upload erforderlich ist. Dies wird als Bandbreite bezeichnet.
Um die benötigte Bandbreite zu kennen, musst du dir auch über die Größe deiner Assets im Klaren sein. Dies wird in der Regel anhand der Datenmenge gemessen, die pro Sekunde geschrieben wird, um die Datei zu erstellen. Dies wird als Bit-Rate bezeichnet.
Für einen Upload in relativer Zeit (d. h., ein Clip mit einer Länge von einer Minute wird in einer Minute hochgeladen) musst du sicherstellen, dass deine Bandbreite (Internet-Geschwindigkeit) der Bit-Rate deiner Assets entspricht. Im Grunde kannst du dir das in etwa so vorstellen, als wärst du mit 60 km/h auf der Straße unterwegs und würdest jede Minute einen Kilometer fahren. Das ist ein guter, leicht verständlicher Vergleich: Mit einer niedrigeren Geschwindigkeit werden weniger Kilometer zurückgelegt, mit einer höheren Geschwindigkeit mehr Kilometer in der gleichen Zeit.
Ermitteln der Upload-Dauer von Assets
Eine häufige Frage lautet: „Wie lange dauert das Hochladen von Assets mit C2C?“ Dies mag sich wie eine Grundspezifikation der Plattform anhören, aber in Wirklichkeit ist es eine komplizierte Frage. Die einfache Antwort ist, dass C2C ein Asset in relativer Zeit hochladen kann, d. h. in der der Länge entsprechenden Zeit. Die eigentliche Frage lautet aber: „Welche Bandbreitenanforderungen müssen erfüllt werden, um Uploads in relativer Zeit oder schneller zu erreichen?“ Die gute Nachricht ist, dass wir das leicht herausfinden können.
Die Bandbreitenanforderungen hängen von vielen unabhängigen Faktoren ab, z. B. von der Größe der Assets, der Länge der Assets, der Anzahl der Geräte, die in deinem Netzwerk Uploads durchführen, und den Erfordernissen des Arbeitsablaufs.
Sehen wir uns ein einfaches Beispiel an – und ja, ohne ein bisschen Mathe geht es hier nicht. Aber keine Angst, das ist halb so schlimm! Zunächst müssen wir verstehen, wie sich diese Werte zueinander verhalten. Wir haben insgesamt 5 Werte: die Anzahl der Kameras, die Asset-Länge, die Asset-Bit-Rate, die Bandbreite und die Upload-Zielzeit. Wenn wir die Länge des Clips mit der Bit-Rate des Clips multiplizieren, können wir die mit einer einzelnen Kamera erzeugte Datenmenge ermitteln. Um die Gesamtdatenmenge für alle Kameras herauszufinden, müssen wir nur diese Zahl mit der Anzahl der Kamerasmultiplizieren (da jede Kamera diese Menge an Daten erzeugt).
Um die benötigte Geschwindigkeit zu ermitteln, müssen wir lediglich die Gesamtdatenmenge durch die Upload-Zielzeit dividieren. Das Ergebnis ist die Zeit, die für das Hochladen eines Assets voraussichtlich benötigt wird. Denke daran, dass diese Zeitspanne der Länge des Clips entsprechen sollte, um Uploads in relativer Zeit zu erreichen.
Als Ausdruck sähe dies wie folgt aus:
( (Länge * Asset-Bit-Rate) * Kameras ) / Upload-Zielzeit = Bandbreite
Und in echten Zahlen? Angenommen, du nimmst mit einer Kamera (die ein Asset erzeugt) 60 Sekunden lang mit einer Bit-Rate von 1 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) auf. Welche Internet-Bandbreite bräuchten wir dann, um den Clip in 60 Sekunden hochzuladen?
( (60 Sek. * 1 Mbit/s) * 1 Kamera ) / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> ( (60 Mb) * 1 Kamera ) / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> 60 Mb / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> 1 Mbit/s = Bandbreite
Aufgelöst führt dieser Ausdruck zu einer Bandbreite von 1 Mbit/s. Um also ein Asset in „relativer Zeit“ hochzuladen (d. h., ein 60 Sekunden langer Clip wird in 60 Sekunden hochgeladen), muss unsere Internet-Bandbreite der Bit-Rate unserer Assets entsprechen.
Bandbreitenanforderungen für eine einzelne Kamera
Was passiert, wenn wir mit zwei Kameras aufnehmen? Durch Einsetzen der entsprechenden Werte in denselben Ausdruck wie oben stellen wir fest, dass wir die doppelte Bandbreite benötigen, da wir die Gesamt-Bit-Rate und die Laufzeit verdoppelt haben (wir haben jetzt zwei 60-Sekunden-Assets mit 1 Mbit/s).
( (60 Sek. * 1 Mbit/s) * 2 Kameras ) / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> ( 60 Mb * 2 Kameras ) / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> 120 Mb / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> 2 Mbit/s = Bandbreite
Wir haben die Datenmenge verdoppelt, also muss auch unsere Bandbreite verdoppelt werden.
Bandbreitenanforderungen für zwei Kameras
Wie finden wir umgekehrt heraus, welche Bandbreite wir benötigen, wenn wir den Arbeitsablauf beschleunigen und in der Hälfte der Zeit hochladen möchten? Angenommen, unsere Clips sind 60 Sek. lang und beide sollen innerhalb von 30 Sek. hochgeladen werden. Auch hier bringt uns wieder derselbe Ausdruck weiter:
( (60 Sek. * 1 Mbit/s) * 2 Kameras ) / Upload in 30 Sek. = Bandbreite
> ( 60 Mb * 2 Kameras ) / Upload in 30 Sek. = Bandbreite
> 120 Mb / Upload in 30 Sek. = Bandbreite
> 4 Mbit/s = Bandbreite
Daraus ergibt sich, dass wir für zwei Kameras eine Bandbreite von 4 Mbit/s benötigen, um bei zwei Kameras in der Hälfte der Zeit hochzuladen.
Bandbreitenanforderungen für zwei Kameras und halbe relative Zeit
Sehen wir uns ein letztes Beispiel an. Wenn wir die Bit-Rate der Assets auf 5 Mbit/s erhöhen, stellen wir fest, dass zum Hochladen in „relativer Zeit“ für eine einzelne Kamera das Fünffache an Netzwerkbandbreite erforderlich ist:
( (60 Sek. * 5 Mbit/s) * 1 Kamera ) / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> ( 300 Mb * 1 Kamera ) / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> 300 Mb / Upload in 60 Sek. = Bandbreite
> 5 Mbit/s = Bandbreite
Bandbreite für eine einzelne Kamera, die Assets mit einer Bit-Rate von 5 Mbit/s aufnimmt
Bei zwei Kameras bräuchten wir dann eine Bandbreite von 10 Mbit/s usw.
Ermitteln der benötigten Bandbreite
Was bedeuten diese Erkenntnisse für andere, weitergehende Szenarien? Der oben verwendete Ausdruck ist zwar hilfreich, aber es ist nicht immer klar, wie lang ein Clip sein wird. Den Bandbreitenbedarf für die „relative Zeit“ zu ermitteln, ist so einfach wie die Berechnung der Gesamt-Bit-Rate. Multipliziere dazu die Anzahl der Geräte, über die ein Upload durchgeführt wird, mit der Bit-Rate des Assets:
Anzahl der Geräte * Asset-Bit-Rate = Gesamt-Bit-Rate
Zur Erinnerung: Zum Hochladen eines 60 Sekunden langen Clips innerhalb von 60 Sekunden benötigst du eine Internet-Bandbreite, die der Gesamt-Bit-Rate entspricht. Ein höherer Bandbreitenwert führt zu schnelleren Uploads, ein niedrigerer Wert zu langsameren Uploads.
Und bei Standbildern?
Die Berechnung des Bandbreitenbedarfs für Standbilder ist etwas komplizierter. Die erforderliche Bandbreite hängt von der Größe, dem Format und der Anzahl der Bilder ab, die aufgenommen und hochgeladen werden. Mit welcher Auflösung nimmst du auf? Lädst du JPEGs oder RAW-Dateien hoch? Wie viele Bilder nimmst du auf einmal auf?
Außerdem kannst du bei Fotokameras, die Camera to Cloud unterstützen, alle Bilder automatisch hochladen oder die Bilder auswählen, die manuell hochgeladen werden sollen. In dieser Anleitung gehen wir davon aus, dass die Kamera alle Bilder automatisch hochlädt, da die Bandbreitenanforderungen bei diesem Arbeitsablauf drängender sind.
Genau wie bei Videos können wir eine Zielvorgabe für die maximal akzeptable Upload-Zeit festlegen (d. h., wie lange bist du bereit, nach der Bildaufnahme zu warten, bis das Bild verfügbar ist), um die akzeptable Mindestbandbreite zu ermitteln. Diese Formel ist recht einfach: Wir müssen nur die Größe des Bildes (in Megabit, nicht in Megabyte) durch die maximale Upload-Zeit dividieren und erhalten so die Bandbreite.
Bildgröße / Upload-Zielzeit = Bandbreite
Sehen wir uns ein Beispiel aus der Praxis an. Eine RAW-Datei mit voller Auflösung, die mit der 26-Megapixel-Kamera Fujifilm X-H2S aufgenommen wurde, ist ca. 60 Megabyte groß. Fast alle Computer-Systeme stellen Dateigrößen in Byte und nicht in Bit dar. Da die Bandbreitengeschwindigkeit in Megabit pro Sekunde angegeben wird, müssen wir die Einheit unserer Bildgröße umrechnen. Zum Glück ist das ganz einfach. Multipliziere einfach den Wert in Megabyte (MB) mit 8, um ihn in Megabit (Mb) umzurechnen. So werden 60 MB zu 480 Mb.
Anders als bei Videos gibt es bei Fotos jedoch kein Zeitelement und damit auch keine „relative Zeit“, die es einzuhalten gilt. Welche Zeitspanne ist angemessen, um ein Bild hochzuladen? Dies hängt letztlich von den Anforderungen des Arbeitsablaufs ab. Aber gehen wir der Einfachheit halber davon aus, dass für die meisten Arbeitsabläufe und für dieses Beispiel eine Upload-Zeit nach der Aufnahme von über 10 Sekunden als zu langsam empfunden wird.
Mit diesen beiden Informationen kommen wir zu folgendem Ergebnis:
480 Mb / 10 Sek. = Bandbreite
> 48 Mbit/s = Bandbreite
In diesem Fall benötigen wir mindestens 48 Mbit/s für jedes unserer RAW-Bilder, um den Upload innerhalb von 10 Sekunden abzuschließen. Denke daran, dass eine höhere Bandbreite schnellere Upload-Geschwindigkeiten und eine niedrigere Bandbreite langsamere Upload-Geschwindigkeiten zur Folge hat.
Aber die Dateigröße ist nicht der einzige Faktor. Diese Formel und Methode eignen sich hervorragend, wenn du mit einer Kamera nur wenige Bilder pro Minute aufnimmst (also nicht mehr als 1 Bild für jede Zeitspanne deiner Upload-Zielzeit). Wenn du aber mehrere Kameras bei hohen Framerates einsetzt, können wir die Formel ein wenig abändern, um uns ein klareres Bild vom Bandbreitenbedarf zu machen.
Es soll die Gesamtmenge der aufgenommenen Bilder berücksichtigt werden, also müssen wir die Bildgröße (zur Erinnerung: in Megabit) mit diesen Faktoren multiplizieren.
Unsere neue Formel sieht dann etwa wie folgt aus:
( Geräte * Framerate * Bildgröße ) / Upload-Zielzeit = Bandbreite
Die Framerate sollte als Faktor deiner Upload-Zielzeit ausgedrückt werden, d. h., wie viele Bilder werden deiner Schätzung nach innerhalb dieses Zeitraums aufgenommen. Wieder ausgehend von einer Upload-Zeit von 10 Sekunden würde beispielsweise eine Frameratevon 1 bedeuten, dass voraussichtlich alle 10 Sekunden 1 Bild aufgenommen wird. Dies ist subjektiv, du musst also die bestmögliche Schätzung abgeben.
Erweitern wir nun unser vorheriges Beispiel. Nehmen wir an, es gibt jetzt 3 Personen, die jeweils im Durchschnitt alle 10 Sekunden rund 5 Bilder aufnehmen. Diese Schätzung basiert auf der Geschwindigkeit, mit der sie Serienaufnahmen durchführen, und darauf, wie häufig sie versuchen werden, Momente einzufangen (also die Zeit, in der sie den Finger auf dem Auslöser haben). Auch dies ist subjektiv und lässt sich nicht ohne Weiteres quantifizieren. Sprich mit deinen Fotografinnen und Fotografen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sie fotografieren. Und im Zweifelsfall: geh immer von mehr aus.
Sehen wir uns nun an, wie hoch unser neuer Bandbreitenbedarf ist:
( 3 Kameras * 5 Bilder pro Zielzeit * 480 Mb ) / 10 Sek. = Bandbreite
> 7200 Mb / 10 Sek. = Bandbreite
> 720 Mbit/s = Bandbreite
Wie du sehen kannst, setzt die Aufnahme von RAW-Bildern eine ziemlich große Bandbreite voraus. Fast ein Gigabit pro Sekunde! In diesem Fall kann es von Vorteil sein, nur JPGs hochzuladen, die wesentlich kleiner sind. Bei derselben Kamera ist ein JPG-Bild etwa 7,5 MB (oder 60 Mb) groß.
Unter Berücksichtigung der neuen Bildgröße können wir den Bandbreitenbedarf für den angepassten Arbeitsablauf ermitteln:
( 3 Kameras * 5 Bilder pro Zielzeit * 60 Mb ) / 10 Sek. = Bandbreite
> 900 Mb / 10 Sek. = Bandbreite
> 90 Mbit/s = Bandbreite
Für unsere Beispiele hier haben wir Bilder verwendet, die mit einer Fujifilm X-H2S aufgenommen wurden. Die Bildgröße des Arbeitsablaufs hängt von dem von dir verwendeten Kamerasystem ab. Nimm ein paar Beispielbilder auf, um festzustellen, wie groß die Dateien sind, und so die Bildgröße zu ermitteln.
Fehlerbehebung
Das Internet ist ein Schlüsselelement für die Bereitstellung von C2C-Arbeitsabläufen. Was also tun, wenn du keine Verbindung herstellen kannst? In diesem Abschnitt gehen wir auf einige häufige Probleme ein und zeigen Lösungswege auf.
Es gibt mehrere Faktoren, die Einfluss darauf haben können, ob du eine Verbindung zu Frame.io herstellen und etwas hochladen kannst oder nicht. Wenn du mögliche Probleme mit deinem Netzwerk oder deiner Verbindung feststellst, solltest du als Erstes sicherstellen, dass bestimmte Verbindungsgrundlagen erfüllt sind. Gehen wir nun unsere Checkliste für Verbindungen durch, um mit der Fehlerbehebung zu beginnen.
Checkliste für Verbindungen
Sich auf die eigenen Netzwerkanforderungen vorzubereiten, ist ein notwendiger Teil der Vorproduktion, wenn Camera to Cloud-fähige Arbeitsabläufe verwendet werden sollen. Gehen wir anhand der unter Einführung in das Netzwerk beschriebenen Informationen die folgende grundlegende Checkliste durch. Solltest du Probleme mit der Verbindung oder beim Hochladen feststellen, findest du hier Hilfestellung.
Stelle sicher, dass dein C2C-Gerät mit dem lokalen Netzwerk verbunden ist
Der erste Schritt besteht darin, dein C2C-Gerät mit dem lokalen Netzwerk zu verbinden. Bei den meisten Netzwerken ist dies genau so, als würdest du dein Telefon oder deinen Computer mit dem WLAN verbinden. Du suchst den Netzwerknamen und gibst dein Kennwort ein.
In bestimmten Netzwerken, z. B. in Hotels, müssen sich die Benutzenden jedoch auf einer Mini-Web-Seite anmelden, bevor sie sich mit dem Netzwerk verbinden können. Dies wird als Erfassungsportal bezeichnet. Die meisten Hardware-Geräte, die C2C unterstützen, können sich nicht mit diesen Netzwerken verbinden.
Es gibt verschiedene Lösungen für den Umgang mit besonders sicheren Netzwerken wie solchen mit Erfassungsportalen.
Bei einigen Netzwerken kannst du einen Router an eine Ethernet-Anschlussdose anschließen. So kannst du dein eigenes lokales Netzwerk erstellen, mit dem sich deine C2C-Geräte verbinden können. Bevor du deine eigene Netzwerkausrüstung an das Netzwerk einer Einrichtung anschließt, solltest du dich bei der IT-Abteilung der Einrichtung vergewissern, dass dies gefahrlos möglich ist.
Bestimmte Reise-Router wie GL-iNet Slate oder GL-iNet Beryl ermöglichen es, das geschützte Netzwerk der Einrichtung mit dem eigenen Netzwerk des Routers zu verbinden. Du kannst einen Computer oder ein Telefon verwenden, um deinen Reise-Router über das Erfassungsportal mit dem Netzwerk zu verbinden. Sobald die Verbindung hergestellt ist, erstellt der Reise-Router sein eigenes lokales Netzwerk, mit dem sich deine C2C-Geräte verbinden können.
Verwende dein eigenes Mobilfunkmodem oder einen Hotspot. Wenn du dein eigenes Mobilfunkmodem mitbringst, steht dir überall eine eigene Internet-Quelle und ein eigenes lokales Netzwerk zur Verfügung. Deine C2C-Geräte müssen sich nur an das von deinem Modem erstellte lokale Netzwerk erinnern, sodass du nicht jedes Mal eine neue Verbindung herstellen musst, wenn du dich an einem neuen Ort befindest.
Stelle sicher, dass dein lokales Netzwerk über Internet verfügt
Nur weil du eine Verbindung zu deinem lokalen Netzwerk herstellen kannst, heißt das noch lange nicht, dass du auch auf das Internet zugreifen kannst. Wie du weißt, ist die Verbindung vom lokalen Netzwerk zum Internet und die von deinem Gerät zum lokalen Netzwerk nicht ein und dasselbe. Dein C2C-Gerät meldet möglicherweise, dass es mit dem lokalen Netzwerk verbunden ist, auch wenn das lokale Netzwerk keinen Internet-Zugriff hat.
Am einfachsten lässt sich überprüfen, ob dein lokales Netzwerk über Internet verfügt, indem du dein Telefon oder deinen Computer mit demselben Netzwerk verbindest und versuchst, eine Web-Seite aufzurufen.
Pro-Tipp: Verwende eine Nachrichten-Website als Test-Web-Seite. Einige Browser können häufig besuchte Websites lokal zwischenspeichern. Auf einer Nachrichten-Site findest du aktuelle Artikel, sodass du leichter feststellen kannst, ob der Inhalt „live“ ist und nicht aus dem Cache stammt.
Wenn du nicht online gehen kannst, solltest du sicherstellen, dass dein lokales Netzwerk über ein Modem auf das Internet zugreifen kann. Wenn du ein Mobilfunkmodem oder einen Hotspot verwendest, vergewissere dich, dass ein Mobilfunksignal vorhanden ist.
Stelle sicher, dass dein C2C-Gerät mit dem lokalen Netzwerk verbunden bleiben kann
Wenn dein C2C-Gerät häufig vom lokalen Netzwerk getrennt wird, beeinträchtigt dies die Leistung beim Hochladen von Assets. Selbst bei entsprechender Bandbreite für das Netzwerk und die Internet-Verbindung kann dein C2C-Gerät diese nicht nutzen, wenn es nicht mit dem Netzwerk verbunden ist. Netzwerke, von denen Geräte immer wieder getrennt werden, haben in der Regel Abdeckungsprobleme. Das Netzwerk hat also Schwierigkeiten, eine ausreichende Signalstärke für den Bereich bereitzustellen, in dem es sich befindet.
Lokale Netzwerke haben eine begrenzte Reichweite und dein Gerät wird möglicherweise getrennt, wenn es zu weit vom Netzwerk-Router entfernt ist. Außerdem bestehen große Industrieflächen wie Lagerhallen, Bürogebäude und Tonbühnen aus sehr viel Stahl. Der Stahl kann die Funksignale deines WLAN-Routers hemmen und die Netzwerkabdeckung in diesen Räumen verringern. Beide Probleme lassen sich durch ein Netzwerk mit mehreren Zugangspunkten (wie ein Mesh-Netzwerk) lösen.
Sollten Probleme mit der Netzwerkabdeckung auftreten, kannst du verschiedene Dinge ausprobieren.
Als Erstes kannst du versuchen, deinen Router oder Zugangspunkt näher an dein C2C-Gerät heranzubringen.
Zweitens kannst du versuchen, eine größere Zahl von Zugangspunkten für dein Netzwerk einzurichten. Dazu musst du ggf. ein Upgrade von einem herkömmlichen drahtlosen Router zu einem Netzwerksystem durchführen, das mehrere Zugangspunkte unterstützt, z. B. einem Mesh-Netzwerk.
Drittens unterstützen die meisten C2C-Geräte kabelgebundene Ethernet-Verbindungen und jede kabelgebundene Verbindung beseitigt WLAN-Probleme, was wiederum bedeutet, dass eine Verbindung zu einem Router oder Zugangspunkt besteht.
Schließlich verfügen mobile Hotspots und Modems in der Regel nicht über leistungsstarke WLAN-Router. Wenn du eine mobile Internet-Lösung nutzt und diese über einen Ethernet-Anschluss verfügt, kannst du einen Router mit deinem Hotspot oder Modem verbinden, um dessen WLAN-Abdeckung und -Leistung zu verbessern.
Aber auch wenn dein Gerät vom Netzwerk getrennt wird, werden die aufgenommenen Assets gespeichert und in die Warteschlange für den Upload gestellt, der erfolgt, sobald das Gerät wieder verbunden ist.
Häufige Verbindungsprobleme
Diese Anleitung dient als umfassende Informationsquelle, um sicherzustellen, dass deine C2C-Geräte verbunden werden und Uploads durchführen. Netzwerke können jedoch knifflig sein und es kann vorkommen, dass du auf isolierte Probleme stößt oder die Ursache für ein bestimmtes Problem nicht sofort ermitteln kannst.
Assets werden nicht hochgeladen
Wenn du keine Assets von deinem C2C-Gerät auf Frame.io siehst, sind verschiedene Dinge zu überprüfen.
Als Erstes solltest du dich vergewissern, dass dein Gerät Assets aufnimmt und erstellt. Wenn keine Assets erstellt werden, wird auch nichts auf Frame.io hochgeladen, sodass es auch keine Netzwerkprobleme gibt. Vergewissere dich bei externen Rekordern, dass eine zuverlässige Videoverbindung zwischen Kamera und Rekorder besteht, dass der Rekorder für die Kamera eingerichtet ist, dass die Kamera zum Senden von Aufnahmeauslösern eingestellt ist und dass die Medien des Rekorders formatiert und mit dem Gerät kompatibel sind. Bei Kameras musst du darauf achten, das für den Upload gewünschte Asset-Format zu konfigurieren und die Kamera so einzustellen, dass sie diesen Asset-Typ erstellt.
Stelle als Nächstes sicher, dass dein Gerät ordnungsgemäß mit dem richtigen Frame.io-Projekt gekoppelt ist. Bei den meisten Geräten lässt sich erkennen, mit welchem Projekt sie aktuell gekoppelt sind. Assets, die erstellt wurden, bevor dein Gerät mit dem richtigen Projekt gekoppelt wurde, werden nach der Kopplung möglicherweise nicht hochgeladen.
Vergewissere dich schließlich, dass dein Gerät mit dem Netzwerk verbunden ist und dass das Netzwerk über eine Internet-Verbindung verfügt.
Es wird kein Kopplungs-Code generiert
Dein Gerät muss auf das Internet zugreifen können, um einen Kopplungs-Code zu generieren. Wenn dein C2C-Gerät keinen Kopplungs-Code generieren kann, hat es höchstwahrscheinlich keine Internet-Verbindung. Vergewissere dich, dass dein Gerät mit dem Netzwerk verbunden ist und dass das Netzwerk über eine Internet-Verbindung verfügt.
Die Verbindung schlägt fehl
Als Erstes solltest du sicherstellen, dass die Signalstärke deines lokalen Netzwerks ausreicht, damit dein C2C-Gerät eine Verbindung herstellen kann. Mehr dazu erfährst du in den Abschnitten zum Verbinden mit einem lokalen Netzwerk und Aufrechterhalten der Geräteverbindung.
Bei einigen Geräten kann eine Verbindung fehlschlagen, wenn das Gerät nicht auf das Internet zugreifen kann. Vergewissere dich, dass dein Netzwerk über eine Internet-Verbindung verfügt, und versuche es erneut.
Mein C2C-Gerät kann nicht auf das Internet zugreifen, mein Telefon oder Computer aber schon
Es gibt bestimmte Netzwerktypen, die von vielen Hardware-Geräten nicht vollständig genutzt werden können. Dies ist in der Regel auf die Sicherheitsmaßnahmen im Netzwerk zurückzuführen.
Bei einigen öffentlichen Netzwerken, z. B. in Hotels, müssen sich Benutzende bei einem „Erfassungsportal“ anmelden. Dabei handelt es sich um Formulare, die die Benutzenden typischerweise zur Eingabe identifizierender Informationen (wie Hotelzimmernummern oder Nachnamen) auffordern, um das Netzwerk vor nicht autorisierten Clients zu schützen. Die meisten C2C-Hardware-Geräte können keine Verbindung zu solchen Netzwerken herstellen. Du kannst versuchen, das Gerät oder einen Router an einen freien Ethernet-Anschluss anzuschließen, oder einen Reise-Router verwenden, um das geschützte Netzwerk mit deinem Gerät zu verbinden. Weitere Informationen findest du im Abschnitt zum Verbinden deines Geräts mit dem lokalen Netzwerk.
Andere private Netzwerke, z. B. Firmen-, Schul- oder Behördennetzwerke, verfügen möglicherweise über Sicherheitsvorkehrungen auf Unternehmensniveau, um zu verhindern, dass nicht autorisierte Clients eine Verbindung herstellen. Einige C2C-Geräte unterstützen WLAN-Sicherheit auf Unternehmensniveau, viele jedoch nicht. Wenn du keine Verbindung zu einem dieser Netzwerke herstellen kannst, wende dich an das IT- und/oder Netzwerk-Team der jeweiligen Einrichtung.





